Quer gedacht – Der Blog eines Querdenkers
KI, Macht und die Illusion der neutralen Maschine
Seit Jahrzehnten beobachte ich, wie sich öffentlicher Diskurs verändert. Bestimmte Fragen dürfen heute scheinbar nur noch mit den „richtigen“ Antworten gestellt werden. Wer davon abweicht, landet schnell in Schubladen: Verschwörungstheoretiker, Störer, Systemkritiker. Doch gerade diese Fragen zeigen, wo Machtstrukturen wirken – wenn man bereit ist, sie jenseits automatisierter Konsensmühlen zu stellen.
Ich bin seit über 40 Jahren selbständig. Kein Angestellter, kein Beamter, kein Konzernmensch. Ich habe Unternehmen aufgebaut, Krisen überstanden, Steuern gezahlt – zuerst in Deutschland, später in Osteuropa. Das formt den Blick. Wer vier Jahrzehnte lang Risiken trägt, erlebt Staat, Medien und politische Erzählungen anders – besonders, wenn diese Erzählungen plötzlich synchron klingen, egal ob es um Energie, Krisen oder geopolitische Konflikte geht.
KI als Werkzeug – und als Filter
In meiner Recherchearbeit nutze ich heute intensiv künstliche Intelligenz. Und das verändert alles.
Nicht, weil KI „für mich denkt“, sondern weil sie ein analytisches Skalpell ist:
- Zusammenhänge sichtbar machen, die sonst im Datendickicht verschwinden
- politische und mediale Trends über Jahre hinweg rekonstruieren
- Muster erkennen, die manuell kaum aufzulösen wären
Damit arbeite ich schneller, präziser und breiter als früher. Für Journalisten und Analysten bedeutet KI eine völlig neue Arbeitsweise – nicht als Ersatz, sondern als Verstärker.
Doch gerade deshalb betrachte ich KI mit Distanz. Denn die meisten Tools stammen aus Konzernen, die selbst Teil der großen Erzählmaschine sind. KI ist nicht neutral. Sie ordnet ein, filtert, glättet. Sie bevorzugt dominante Narrative und blendet Randperspektiven aus – oft höflich, aber konsequent.
Die eigentliche Gefahr liegt nicht im „Zensurhammer“, sondern im unsichtbaren Sortieren von Wirklichkeiten: Was gilt als relevant? Was als seriös? Und wessen Sicht wird algorithmisch in die Unauffälligkeit gedrückt?
Worum es in diesem Blog geht
Dieser Blog ist kein Technikspielplatz und kein Meinungsportal.
Er ist ein Werkzeugkasten für kritisches Denken im digitalen Zeitalter.
Ich nutze KI täglich – als Recherchemotor, als Mustererkennungsmaschine, als Assistentin für Zusammenhänge. Aber ich halte sie nicht für objektiv. Die Beiträge hier spiegeln einen Blick aus der Praxis:
- den eines Unternehmers, der Systeme erlebt hat, die an ihrer eigenen Realität scheiterten
- den eines Beobachters, der sieht, wie Algorithmen Diskussionen formen
- und den eines Menschen, der gelernt hat, dass Gewissheiten erstaunlich schnell kippen können
Sie müssen meinen Schlussfolgerungen nicht folgen.
Aber wenn Sie Perspektiven suchen, die nicht aus der Standardproduktion stammen – dann sind Sie hier richtig.
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Diskussion und Vertiefung: Sie können diesen Artikel mit meinem Brunhuber-Assistenten in ChatGPT weiter diskutieren.